17. Jan 2021

Es gibt die Überzeugung, dass der erste Eindruck der wichtigste ist. Wie jemand uns während des ersten Treffens wahrnimmt oder welche Meinung wir uns beim ersten Treffen über jemanden bilden, wirkt sich normalerweise auf unsere späteren Kontakte oder Beziehungen zu dieser Person aus. Daher ist z.B. der erste Besuch bei den Eltern eines geliebten Mädchens oder Freundes mit viel Stress verbunden, da jeder seine beste Seite zeigen möchte. Ebenso ist ein Gespräch über die Arbeit an einem neuen Ort - hier einen guten Eindruck zu hinterlassen - noch wichtiger, denn wenn etwas nicht funktioniert, gibt es wahrscheinlich keine weitere Chance, den schlechten ersten Eindruck zu verbessern und zu verwischen. Natürlich schwört jeder von uns, andere Menschen oberflächlich und hastig zu beurteilen. Dennoch ist dieser erste Eindruck nach unserer menschlichen Überzeugung von großer Bedeutung.

Die Worte des heutigen Evangeliums scheinen dies zu bestätigen. Denn wie mächtig muss dieser "erste Eindruck" gewesen sein, den Jesus auf die Jünger des Johannes machte. Ihr Blick auf den Meister von Nazareth, unterstützt von der Empfehlung Johannes des Täufers: Siehe, das Lamm Gottes! war genug für seine beiden Jünger, um Jesus sofort nachzufolgen, ohne einen Moment nachzudenken. Und später erkannten sie Ihn als den Messias. Ja, Johannes der Täufer bereitete seine Jünger auf diesen Moment vor … Sie verstanden also genau, was Johannes meinte, als er auf Jesus als das Lamm Gottes hinwies.

Heute sind wir berufen andere so beeindrucken, dass wir sie davon überzeugen, dass unsere Lebensweise - in Einheit mit dem Herrn zu leben (vgl. 1 Kor 3,17) - der einzig richtige Weg ist. Wir sind es, die mit unserem täglichen Leben den Menschen, unter denen wir leben, Gottes Gerechtigkeit verkünden sollen…

Wir selbst haben diese Gnade erfahren - wir haben Gott erkannt, sein Handeln in unserem Leben erkannt, wir haben uns seinem Willen ergeben. Da Christus uns zu einem hohen Preis für sich selbst gekauft hat, und zwar „nicht mit Gold oder Silber, aber mit seinem Blut“, und uns von der Macht des Teufels befreit, ist es angemessen, dass wir Ihn mit Leib und Seele anbeten und danken. Achten wir also darauf, wie wir leben, welchen Eindruck wir bei anderen hinterlassen, um so andere zu Jesus hinzuführen.

Die Frage für heute lautet dann: Erkennen die Leute an mich, dass ich ein Christ bin und dass Gott in mir eine Wohnstätte hat?

Pfarre Hötting

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Voll Erwartung

Advent feiern heißt warten können; Warten ist eine Kunst die unsere ungeduldige Zeit vergessen hat. (...) Auf die größten, tiefsten, zartesten Dinge in der Welt müssen wir warten, da geht´s nicht im Sturm, sondern nach den göttlichen Gesetzen des Keinens und Wachsens und Werdens.

Dietrich Bonhoeffer


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