Martin wurde um 316/17 in Szombathely (Steinamanger) geboren. Als Sohn eines Soldaten diente er als Offizier in einer römischen Eliteeinheit.

Martin beendete seinen Militärdienst und wurde Schüler des berühmten Bischofs Hilarius von Poitiers. Er empfing die Priesterweihe und gründete um 360 als Einsiedler in Ligugè das erste Kloster Galliens. Als die Bürger des 100 Kilometer entfernten Tours einen neuen Bischof brauchten, wollten sie niemand anderen als den Einsiedler aus Poitiers. Der wollte zwar nicht, doch die (Martins-) Gänse sollen ihn in seinem Versteck verraten haben. Ab Juli 372 war Martin Bischof, lebte aber weiter im Kloster.

Martin ist der Patron der Bettler, der Geächteten und der Kriegsdienstverweigerer

Legende des Hl. Martin

Glasfenster in der Kirche St. Nikolaus Innsbruck mit Darstellung des Hl. Martin (c) SpielmannMartin wurde gegen seinen Willen mit 15 Jahren zum Militärdienst eingezogen. An einem außergewöhnlich kalten Wintertag begegnete Martin am Stadttor von Amiens in Frankreich einem nackten Armen. Martin hatte nichts außer Waffen und einem einfachen Soldatenmantel bei sich. Der Arme zitterte vor Kälte und flehte die Vorbeigehenden um Erbarmen an. Doch alle liefen an dem Elenden vorüber. Martin erkannte, dass er dem armen Menschen helfen müsste, an dem die anderen vorbei gingen. Aber was sollte er tun? Er hatte ja nichts außer seinem Soldatenmantel. Er nahm sein Schwert und schlug den Mantel in zwei Teile. Den einen Teil reichte er dem Armen, in den anderen Teil hüllte er sich wieder selbst. Viele, die das Geschehen beobachtet hatten verspotteten Martin, denn er sah mit dem zerschnittenen Mantel lächerlich aus. Andere aber bedauerten sehr, dass sie nicht selbst geholfen hatten, zumal sie viel wohlhabender waren als Martin.

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