
Als Gefängnispädagogin sehe ich, wie den Menschen, die ins Gefängnis kommen, alles genommen ist. Aufgrund der Verfehlungen, die sie begangenen haben, verlieren sie ihre Würde und jede Achtung vor sich selbst und vor anderen. Jeden Tag stelle ich fest, dass ihre Selbstständigkeit hinter Gittern zusehends verloren geht. Sie brauchen mich sogar, um einen Brief zu schreiben. In einer solchen Situation befinden sich diese armen Menschen, die mir anvertraut sind. Es sind hilflose Männer, die in ihrer Schwäche verzweifelt sind und denen oft die notwendigen Fähigkeiten fehlen, um verstehen zu können, was sie Böses getan haben. Teilweise ähneln sie jedoch auch neugeborenen Kindern, die noch formbar sind. Ich spüre, dass ihr Leben in einer anderen Richtung neu beginnen kann, wenn sie dem Bösen endgültig den Rücken kehren.
Aber meine Kräfte lassen von Tag zu Tag nach. Als so eine Art Trichter für die Wut, den Schmerz und der Bosheiten geraten selbst bestens ausgebildete Männer und Frauen an den Rand der Erschöpfung. Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, nachdem meine Mutter bei einem frontalen Autounfall mit einem Jugendlichen unter Drogeneinfluss getötet wurde. Ich beschloss, auf dieses Übel mit dem Gutem zu antworten. Obwohl ich diesen Beruf liebe, fällt es mir doch manchmal schwer, die Kraft zu finden, weiterzumachen.
In diesem schwierigen Dienst ist es wichtig, sich nicht allein gelassen zu fühlen, um den vielen Menschen Halt geben zu können, die uns anvertraut sind und die jeden Tag Gefahr laufen, Schiffbruch zu erleiden.
Herr Jesus, wenn wir betrachten, wie du entblößt dastehst, empfinden wir Beschämung und Schande. Seit es Menschen gibt, fliehen wir in der Tat vor der nackten Wahrheit. Wir verstecken uns hinter Masken der Ehrbarkeit und schneidern uns Verkleidungen aus Lügen zusammen, oft auch aus den verschlissenen Lumpen der Armen, die wir in unserer Gier nach Macht und Geld ausnutzen. Dein Vater möge uns gnädig sein und uns geduldig helfen, einfacher, transparenter und wahrhaftiger zu sein. Er helfe uns, die Waffen der Heuchelei endgültig abzulegen.
Lasset uns beten.
Gott, mit deiner Wahrheit machst du uns frei. Lass uns die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen, der in uns aufbegehrt, und bekleide uns mit deinem Licht, damit wir in der Welt ein Widerschein deiner Herrlichkeit sind. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Aschermittwoch
18. Feb 2026, 19:00 Uhr
Pfarrkirche St. Nikolaus
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Palmsonntag
29. Mär 2026, 08:15 Uhr
Schlosshof Büchsenhausen
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Die Pfarrkirche St. Nikolaus nimmt als bedeutendstes Denkmal neugotischer Kirchenarchitektur in Tirol eine dominante Stellung für das Stadtbild ein. Der Bau erfolgte 1881 nach Plänen von Friedrich von Schmidt im neugotischen Stil und wurde 1885 geweiht.
Bereits im Jahre 1313 stand an dieser Stelle eine Kapelle.
Das Patrozinium feiern wir am 6. Dezember.

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