
Als Richter am Strafvollstreckungsgericht kann ich keinen Menschen, wer auch immer es ist, auf seine Verurteilung festnageln. Das würde bedeuten, ihn ein zweites Mal zu verurteilen. Es ist notwendig, dass ein Mensch für das Böse, das er begangen hat, büßen muss. Dies nicht zu tun, würde bedeuten, seine Verbrechen zu verharmlosen und die untragbaren Taten zu rechtfertigen, die er begangen hat und die anderen Menschen körperliches und moralisches Leid zugefügt haben.
Zu wahrer Gerechtigkeit kommt es jedoch nur durch die Barmherzigkeit, die den Menschen nicht für immer ans Kreuz nagelt. Sie kann ihm den Weg weisen und helfen aufzustehen, indem sie ihm beibringt, das Gute fruchtbar werden zu lassen, das trotz des Bösen, das er getan hat, in seinem Herzen nie ganz erlischt. Nur wenn er seine Menschlichkeit wiederfindet, wird der Verurteilte sie auch im anderen erkennen können, in dem Opfer, dem er Schmerz zugefügt hat. Auch wenn sein Weg zu einem neuen Leben verschlungen sein mag und die Gefahr eines Rückfalls in das Böse immer eine Gefahr bleibt, gibt es keinen anderen Weg, um die Geschichte eines einzelnen Menschen wie auch die eines Kollektivs zu erneuern.
Die Strenge des Urteils stellt die Hoffnung des Menschen auf eine harte Probe. Wenn man ihm hilft, über seine Taten nachzudenken und nach den Beweggründen für seine Handlungen zu fragen, kann das für ihn eine Chance sein, sich selbst aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Dazu muss man jedoch lernen, die Person zu erkennen, die sich hinter der begangenen Schuld verbirgt. Manchmal schafft man es dabei, einen Aspekt auszumachen, der den Verurteilten Hoffnung geben kann und sie nach dem Verbüßen der Strafe wieder in die Gesellschaft zurückzuführen vermag. Dies schließt ein, die Menschen einzuladen, sie wiederaufzunehmen, nachdem sie sie einmal vielleicht zurückgewiesen haben.
Denn wir alle sind, auch wenn wir verurteilt wurden, Kinder der einen Menschheit.
Herr Jesus, du stirbst wegen eines Fehlurteils, das von ungerechten Richtern ausgesprochen wurde, die von der überwältigenden Macht der Wahrheit erschreckt wurden. Wir vertrauen deinem Vater die Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte an, damit sie in der Ausübung ihres Dienstes am Staat und seinen Bürgern, insbesondere den notleidenden, aufrecht bleiben.
Lasset uns beten.
Gott, du König der Gerechtigkeit und des Friedens, der du im Schrei deines Sohnes das Rufen der ganzen Menschheit gehört hast, lehre uns, den Menschen nicht mit dem begangenen Übel zu identifizieren, und hilf uns, in jedem die lebendige Flamme deines Geistes zu sehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Aschermittwoch
18. Feb 2026, 19:00 Uhr
Pfarrkirche St. Nikolaus
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Palmsonntag
29. Mär 2026, 08:15 Uhr
Schlosshof Büchsenhausen
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Die Pfarrkirche St. Nikolaus nimmt als bedeutendstes Denkmal neugotischer Kirchenarchitektur in Tirol eine dominante Stellung für das Stadtbild ein. Der Bau erfolgte 1881 nach Plänen von Friedrich von Schmidt im neugotischen Stil und wurde 1885 geweiht.
Bereits im Jahre 1313 stand an dieser Stelle eine Kapelle.
Das Patrozinium feiern wir am 6. Dezember.

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