VERSÖHNUNGS - GOTTESDIENST

im kleinen Kreis

VORBEREITUNG

Um gemeinsam zu beten, braucht es ein wenig Vorbereitung. Bitte nehmt euch kurz Zeit für folgende Fragen:
Was aus unserem Leben bewegt uns?
• Welche Sorgen, Unsicherheiten und Ängste bedrücken uns?
• Was gibt uns dennoch Hoffnung, bringt Freude und Zuversicht?
Wer kann bei der Feier welche Aufgabe übernehmen?
• Leitung / Ablauf gewährleisten = L: _____________________
• den Bibeltext vorlesen = B: ____________________________
• die Gebete sprechen = G: _____________________________
• Lied(er) aus Gotteslob (GL) anstimmen = M: ______________

ERÖFFNUNG

L: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. A: Amen.

LIED Meine Hoffnung und meine Freude GL 365

GEBET

L: Vertrauen wir uns Gott an, indem wir beten:
G: Gott, wir stehen vor dir, angefüllt mit tausend Gedanken und Dingen. Lass uns jetzt in deiner Nähe zur Ruhe kommen,
damit wir immer mehr bereit werden für dich und deine Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. A: Amen.

WORT GOTTES - „Gleichnis vom barmherzigen Vater" nach Lk 15,1-3.11-32

B: Ein Mann hat zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagt zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht! Da teilt der Vater das Vermögen unter sie auf. Nach wenigen Tagen packt der jüngere Sohn alles zusammen und zieht in ein fernes Land.
L: Ich habe genommen, was mir zusteht, wie ich meine, und bin von dir weggezogen. (STILLE)
B: Dort führt der jüngere Sohn ein zügelloses Leben und verschleudert sein Vermögen.
L: Ich vergesse meine Verantwortung. Ich gebrauche meine Freiheit falsch? (STILLE)
B: Als er alles durchgebracht hat, kommt eine große Hungersnot über jenes Land, und er beginnt, Not zu leiden. Da geht er zu einem Bürger des Landes und drängt sich ihm auf; der schickt ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er würde gern seinen Hunger mit den Futterschoten stillen, die die Schweine fressen; aber niemand gibt ihm davon.
L: Ich habe Scheu, zurückzukehren. Ich habe Scheu, zuzugeben, dass mein Weg nicht richtig ist. Ich habe Scheu, zu bekennen, dass ich gesündigt habe – in Gedanken, Worten und Werken. (STILLE)
B: Da geht der jüngere Sohn in sich und sagt: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner! Da bricht er auf und geht zu seinem Vater. Der Vater sieht ihn schon von weitem kommen und er hat Mitleid mit ihm. Er läuft dem Sohn entgegen, fällt ihm um den Hals und küsst ihn.
L: Die Sehnsucht nach Heimat lässt mich aufbrechen. Und Gott wartet nicht nur auf mich, er kommt mir sogar voll Liebe entgegen. (STILLE)
B: Der ältere Sohn aber ist auf dem Feld. Als er heimkommt und in die Nähe des Hauses, hört er Musik und Tanz. [...] Da wird er zornig und will nicht hineingehen. Sein Vater aber kommt heraus und redet ihm gut zu. Doch er erwidert seinem Vater: Siehe, so viele Jahre schon diene ich dir und nie habe ich dein Gebot übertreten; mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet.
L: Ich glaube an einen liebenden und barmherzigen Gott – für mich. Ich glaube an einen gerechten Gott. Ich glaube auf dem rechten Weg zu sein. Oder doch nicht? (STILLE)
B: Der Vater antwortet ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber man muss doch ein Fest feiern und sich freuen; denn dieser, dein Bruder, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.

L: Liebe und Barmherzigkeit Gottes – für mich UND für andere. Gerechtigkeit Gottes – der auf krummen Zeilen gerade schreibt ... Freude! Bei Gott, bei mir, bei anderen. Denn ich habe mich wieder gefunden, weil GOTT mich wieder gefunden hat!

UNSERE ANTWORT: Dank & Bitte

L: Wofür können/wollen wir Gott in dieser Situation danken?
Gott, ich danke dir für _________ (von Anwesenden frei formuliert)
A (jeweils nach einem Dank-Wort): Dank sei dir!

L: Bitten wir Gott um sein Heil – für uns und andere.
Beten wir gemeinsam die Litanei „Schau es an und heile es"
(nach Robert Ischwang).

G: Alles Verwundete. A: Schau es an und heile es.
G: Alle Trauer. A: Schau sie an und heile sie.
G: Alles Bittere. A: Schau es an und heile es.
G: Alles Unausgesprochene. A: Schau es an und heile es.
G: Alles, was an mir nagt. A: Schau es an und heile es.
G: Alle meine Krankheit. A: Schau sie an und heile sie.
G: Alle meine Sorgen. A: Schau sie an und heile sie.
G: Alle meine Ohnmacht. A: Schau sie an und heile sie.
G: Alle meine Hoffnungslosigkeit. A: Schau sie an und heile sie.
G: Alle meine Zweifel. A: Schau sie an und heile sie.
G: Alle meine Schuld. A: Schau sie an und heile sie.
G: Guter Gott, barmherziger Vater, lass uns heil werden.

SCHULDBEKENNTNIS

L: Im Vertrauen, dass wir alles in Gottes Hand geben dürfen, sprechen wir vor ihm und voreinander aus, dass wir der Vergebung und der Versöhnung bedürfen:
A: Ich bekenne Gott dem Allmächtigen und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe. Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken – durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten, bei Gott, unserem Herrn.

CHRISTUS-RUF

L: Rufen wir zu Jesus Christus:
G: Du rufst die Menschen zur Umkehr und sagst uns die frohe Botschaft zu.
A: Herr, erbarme dich unser.
G: Du wendest dich den Sünderinnen und Sündern zu und bringst uns die Vergebung des Vaters.
A: Christus, erbarme dich unser.
G: Du bist selbst Mensch geworden, um uns Menschen zu suchen und uns neues Leben zu schenken.
A: Herr, erbarme dich unser.

VATER UNSER – FRIEDENSGRUSS

L: Gott schenkt uns seinen Frieden. Blicken wir einander in die Augen und schenken uns so Gottes Frieden weiter.

SEGENSGEBET
L: Guter Gott, wir danken dir, dass du uns in Jesus Christus die Liebe des barmherzigen Vaters gezeigt hast, der uns vergebend und versöhnend entgegengeht. Im Vertrauen darauf, dass du uns einen Neubeginn schenkst, bitten wir um deinen Segen:
G: Barmherziger Gott,
segne und behüte uns, sei mit uns in schweren Zeiten.
Sei unsere Hilfe und unsere Kraft, schenke uns ein friedvolles und zuversichtliches Herz.
A: Amen.

LIED

Nun danket alle Gott (Gotteslob Nr. 405)

AGAPE

Wir stärken uns anschließend beim gemeinsamen Mahl
und danken denen, die es zubereitet haben.

 

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